Potsdamer Schulen aufgepasst!
Mit der Aktion „Mehr Service für Potsdam – sauber, sicher, lebenswert.“ wurden im Jahr 2008 alle Maßnahmen gebündelt, die die Qualität der ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH verbessert haben. Dazu gehören die Fahrgastbegleitung im Spät- und Nachtverkehr, die verstärkte Reinigung der Fahrzeuge und Haltestellen, die Folienbeschichtung von Fahrzeugen sowie Deeskalations- und Fahrsicherheitstrainings für Tram- und Busfahrer.
Im gleichen Rahmen wurde im Herbst 2008 ein gemeinsames Pilotprojekt mit Schülern der Käthe-Kollwitz-Oberschule zum Thema „Jugend und Vandalismus“ gestartet. Dessen Ergebnis, ein „Rollendes Klassenzimmer“ in Form einer speziell gestalteten Tram, die ab sofort zum Potsdamer Straßenbild gehört. In den Herbstferien 2008 wurden in der Käthe-Kollwitz-Oberschule Workshops durchgeführt. Sie dienten der Ideensammlung zur künftigen Gestaltung der Straßenbahn, außerdem wurden Gründe von Vandalismus in Bus und Bahn erörtert und mögliche Lösungsansätze gegen Vandalismus diskutiert. Gemeinsam stellten sich alle die Frage: „Wie bleibt die Tram vandalismusfrei?“
„Was ich selbst geschaffen habe, das zerstöre ich auch nicht.“ Das ist die Grundidee des Projektes. Erarbeitet wurde es in Zusammenarbeit mit dem PROFFITI e.V., einem Verein zur Förderung von Jugendkultur, -bildung und -beratung. Die Schülerinnen und Schüler der Käthe Kollwitz-Oberschule möchten mit dem Projekt ein Zeichen setzen. „Wir möchten eine schöne Straßenbahn, die nicht zerkratzte Fensterscheiben und verschmierte Sitze hat. Sie soll aber auch nicht langweilig sein und etwas darstellen. Schaut Euch die Bahn mal richtig an und denkt auch über die Inhalte nach, bevor ihr das nächste Mal den Stift ansetzt!“
Feliks Aleksander vom PROFFITI e.V. erläuterte: „Graffitis sind ein Ausdrucksmittel, das die Jugend selbst nutzt und versteht und somit ein sehr gutes Transportmittel für die eigenen Anliegen. Ein sehr gutes Transportmittel ist auch die Straßenbahn, die im ganzen Stadtgebiet unterwegs ist. Somit lag die Idee letztlich nahe. In dem Workshop konnten die Schüler und Schülerinnen, die sich auch selbst mit Graffiti beschäftigen, ihrer Passion nachgehen. Hier lernten sie aber auch die Grenze zur Illegalität kennen, indem sie sich über die Folgen von Sachbeschädigung informierten.“



