Stadtwerke Potsdam GmbH - Abfallverwertung im Wasserwerk

Abfallverwertung im Wasserwerk

Innenansicht eines Wasserwerkes
Innenansicht eines Wasserwerks

In den Potsdamer Wasserwerken (WW) wird Grundwasser mit unterschiedlichen Anteilen Uferfiltrat gefördert und daraus in Aufbereitungsanlagen Trinkwasser hergestellt, welches danach der Bevölkerung sowie der Industrie zur Nutzung bereitgestellt wird.

Technologiebedingt fallen in allen Wasserwerken Filterspülabwässer nur aus der Enteisung und Entwässerung an.

In Abhängigkeit von der Kapazität und dem Durchsatz der Filter differieren diese Mengen zwischen den einzelnen Anlagen. Insgesamt fallen täglich 330 – 690 m3 Spülwasser an.
Zur Behandlung der Abwässer stehen in jedem Wasserwerk offene Absetzbecken zur Verfügung. Das bei der Trennung von Wasser und Schlamm anfallende Klarwasser wird entsprechend der Lage der Behandlungsanlagen in die Vorfluter Havel, Nuthe, Rehgraben bzw. in den Sacrow-Paretzer-Kanal abgelassen. Dafür liegen die Genehmigungen der Wasserbehörden mit entsprechenden Überwachungswerten vor.

Aufgrund der offenen Absetzbecken erfolgt entsprechend der Witterung eine unterschiedlich ausgeprägte anlagenbezogene Schlammtrocknung. Insgesamt fallen jährlich ca. 980 m3 Schlamm mit verschiedenen Stichfestigkeiten an.

Wasserwerk Leipziger Straße

Im WW Leipziger Straße wird der nur zum Teil entwässerte Nassschlamm über ein Schlammpumpwerk direkt in die Kanalisation zum Abwasser-Hauptpumpwerk Süd entsorgt, hier bewirkt er eine Verbesserung der Abwasserqualität für die weitere Abwasserreinigung. Das Überpumpen erfolgt ca. 2–3 mal wöchentlich mit einer Monatsmenge von ca. 180 m3.

Wasserwerk Nedlitz

Das Absetzbecken im WW Nedlitz wird vierteljährlich per Schlammsaugwagen entleert. Der auch hier nur teilentwässerte Nassschlamm wird zur Kläranlage Nord transportiert und dort weiter im Abwasserreinigungsprozess mit Erfolg verarbeitet. Die zu entsorgende Nassschlammmenge beträgt ca. 280 m3 pro Jahr. Zur Minimierung des Transportaufwandes und um eine kontinuierliche Beschickung zu erreichen wird eine Schlammtransportleitung mit Pumpwerk vom Wasserwerk aus geplant.

Innenansicht des Wasserwerkes Wildpark
Innenansicht Wasserwerk Wildpark

Wasserwerk Wildpark

Die im WW Wildpark sowie im WW Rehbrücke anfallenden 500 m3 Eisenschlamm pro Jahr wurden in der Vergangenheit mit hohen Kosten auf eine Deponie verbracht. Da Deponieraum immer knapper wird, sind Anstrengungen unternommen worden, diesen wertvollen Eisenoxidhydratschlamm in den Stoffkreislauf einer zugelassenen verwertenden Industrie zu übergeben. Mit Unterstützung der Baustoff-Kontor Hamburg wurde ein Verwertungsweg gefunden und seit 2002 erfolgreich beschritten: Der anfallende stichfeste Schlamm wird unter Kontrolle des Baustoff-Kontor einer Ziegelei angeliefert und dort in der Ziegelherstellung weiterverarbeitet. Der Verwertungsweg in der Ziegelei wurde von uns vor Ort kontrolliert und die technische Verwendung als Inhaltsstoff in einem Ziegel durch den Verwerter erläutert. Es ist gelungen, weitere Belastungen der Umwelt erheblich zu verringern und auch Kosten im Interesse unserer Kunden einzusparen.

Wasserwerk Ferch

Im Wasserwerk Ferch fallen zurzeit etwa alle zwei Jahre 10 m3 Trockenschlamm an, der im Bedarfsfall auf eine ortsnahe Kompostanlage oder auf eine Deponie verbracht wird. Alle anfallenden Eisenhydroxidschlämme werden regelmäßig labortechnisch untersucht. Die eingeleiteten Klarwassermengen in die Vorfluter sind quartalsweise im Untersuchungsumfang enthalten. Andere Schlämme fallen nicht an.

Trinkwasserschutzgebiete

Die vorhandenen Grundwasserressourcen sind durch eine
nachhaltige Bewirtschaftung und einen umfassenden Schutz
langfristig für die späteren Generationen zu sichern.

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